{"id":108,"date":"2010-10-14T18:56:21","date_gmt":"2010-10-14T16:56:21","guid":{"rendered":"http:\/\/anne-achner.de\/blog\/?p=108"},"modified":"2021-02-13T09:46:19","modified_gmt":"2021-02-13T08:46:19","slug":"autopanne-in-marokko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/autopanne-in-marokko\/","title":{"rendered":"Autopanne in Marokko"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/autopanne-in-marokko\/moroccan-village-in-the-alto-atlas-2\/\" rel=\"attachment wp-att-302\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-302\" title=\"Moroccan village in the alto atlas\" src=\"http:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/fotolia_40272416_xs-150x150.jpg\" alt=\"Moroccan village in the alto atlas\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>&#8222;Nein, nicht schon wieder&#8220;, die junge Frau schaute Friedhelm stirnrunzelnd an, der fluchend mit dem Schaltkn\u00fcppel in der Schaltkulisse herumr\u00fchrte. Kein Widerstand, der Gang lie\u00df sich nicht einlegen. <!--more-->Der alte blaue VW-Bully wurde langsamer, rollte aus. &#8222;Der Mechaniker in Erfoud hat doch gesagt, das Getriebe sei jetzt in Ordnung.&#8220;, st\u00f6hnte Lisa. Friedhelm zuckte die Achseln, stoppte den VW-Bus, \u00f6ffnete die Motorklappe und sp\u00e4hte hinein.<br \/>\nWie Lisa dieses Land verabscheute, diese aufdringlichen, distanzlosen Menschen. Von Anfang an hatte sie diese Abneigung gesp\u00fcrt, schon als sie am Ostermontag bei Ceuta die marokkanische Grenze \u00fcberqueren wollten und ein Schlepper sich ihnen aufdr\u00e4ngte, der versprach, f\u00fcr sie die Einreiseformalit\u00e4ten zu erledigen &#8211; gegen Cash nat\u00fcrlich Und so war es weiter gegangen in Tetouan, in Fes, in Marrakesch, in Erfoud. Wohin sie auch kamen, sobald sie sich einem Campingplatz n\u00e4herten, fuhren pl\u00f6tzlich junge M\u00e4nner auf Motorr\u00e4dern neben ihrem VW-Bus her, boten ihnen in erstaunlich gutem Deutsch ihre Dienste als Reisef\u00fchrer an, schilderten in gl\u00fchenden Farben die Gefahren, denen sie ausgeliefert seien, wenn sie auf eigene Faust die Gassen und Souks der Innenst\u00e4dte erkunden wollten. Und immer wollten sie Geld, Geld, Geld. Sogar Referenzen hatten sie vorzuweisen, handgeschriebene Briefe auf Deutsch, Englisch, Franz\u00f6sisch, in denen irgendein Doktor oder Professor den jungen M\u00e4nnern best\u00e4tigte, wie gut er von Ahmed, Aidan, Abdullah gef\u00fchrt worden war, wie kompetent der junge Mann die Geschichte des Ortes erkl\u00e4ren konnte, wie gut er ihn bei den Eink\u00e4ufen beraten h\u00e4tte. Unerfahren wie sie waren, hatten sie sich auch darauf eingelassen, den F\u00fchrer zu buchen, waren froh, wenn der Marokkaner sie eifers\u00fcchtig bewachte, besch\u00fctzte vor aggressiver Anmache und Bettelei. Doch immer hatte es am Ende \u00c4rger gegeben, wenn sie nichts oder zu wenig gekauft hatten in den T\u00f6pfereien und Teppichfabriken, in die er sie gef\u00fchrt hat, weil er offensichtlich eine Provision bekam. Dass man Touristen schr\u00f6pft, das hatte Lisa auf ihren vielen Reisen gelernt und auch akzeptiert. Schlie\u00dflich waren die L\u00e4nder arm und die Touristen waren eine willkommene Einnahmequelle. In Marokko allerdings machte Lisa die aggressive H\u00e4rte, die sexuelle Aufdringlichkeit Angst, wenn sie sich nur ein paar Schritte von ihrem Freund entfernte. Noch nie hatte sie sich so abh\u00e4ngig von Friedhelm und so ausgeliefert gef\u00fchlt. F\u00fcr sie als junge blonde Frau war es unm\u00f6glich, sich frei zu bewegen, ohne mit Blicken verschlungen, von H\u00e4ndnie allein. Noch auf dem entlegensten Rastplatz, den sie ansteuerten, ert\u00f6nte nach ein paar Minuten ein Pfiff, und dann str\u00f6mten aus dem Nichts Kinder herbei, die nicht zufrieden waren mit den Bonbons oder dem Obst, das Lisa ihnen anbot. In Rudeln und mit schmutzigen H\u00e4nden kamen sie n\u00e4her, riefen &#8222;Dirham, Dirham&#8220;, lie\u00dfen sich nicht verscheuchen, warfen das Brot oder den Apfel angewidert auf den Boden. Da blieb oft nur die Flucht, wenn sich der idyllisch gelegene Picknickplatz wieder einmal als Touristenfalle herausgestellt hatte.<br \/>\nLisa war ausgestiegen und schaut sich um. Sie befanden sich auf einer Passstra\u00dfe im Mittleren Atlas, wollten weiter nach Meknes, um dort eine Werkstatt zu finden, um das Getriebe zu \u00fcberpr\u00fcfen. Sie versuchte, den Anblick der grandiosen Gebirgslandschaft in sich aufzunehmen, den k\u00fchlen Wind zu f\u00fchlen, der ihr Gesicht streichelte. Welch ein Kontrast zur W\u00fcste, durch die sie gefahren waren, ehe der Bully zum ersten Mal zusammenbrach. Nur Steine und Sand und trockene Grasb\u00fcschel, so weit das Auge reichte, flirrend in der erbarmungslosen Mittagshitze. Hier im Gebirge war es angenehm k\u00fchl. Die Stra\u00dfe stieg stetig an, gab den Blick frei auf die schneebedeckten Gipfel des Gebirges. Rechts und links der Stra\u00dfe waren die Wiesen mit Fr\u00fchlingsblumen \u00fcbers\u00e4t, die Baumheide bl\u00fchte, der Duft der Wacholderb\u00fcsche stieg ihr in die Nase. Gegen ihren Willen war sie beeindruckt. Ein wundersch\u00f6nes Land, eigentlich. Warum waren ihr nur die Menschen so fremd?<br \/>\n&#8222;Es n\u00fctzt nichts, Lisa. Wir m\u00fcssen zur\u00fcck nach Ksar-es-Souk in eine Werkstatt.&#8220; Mittlerweile war Friedhelm wieder ins Auto geklettert, hatte den Gummibalg \u00fcber der Gangschaltung abgenommen. Ohne Erfolg, die G\u00e4nge rasteten nicht ein.<br \/>\n&#8222;Nach Ksar-es-Souk? Die Stadt ist doch bestimmt bereits abgesperrt.&#8220; In Ksar-es-Souk, der alten befestigten Berberstadt\u00a0 an den s\u00fcdlichen H\u00e4ngen des Atlas -Gebirges, erwartete man seit Tagen den K\u00f6nig, ohne genau zu wissen, an welchem Tag er kommen w\u00fcrde. Das Milit\u00e4r hielt den Termin aus Sicherheitsgr\u00fcnden geheim. Und so hingen seit Tagen die bunten Teppiche \u00fcber den Stadtmauern, die Bewohner hatten die Stra\u00dfen und H\u00e4user mit Girlanden geschm\u00fcckt. Riesige Poster mit dem Konterfei von Hassan II. flatterten \u00fcber den Zufahrtswegen, in den Festzelten und St\u00e4nden wurden exotische K\u00f6stlichkeiten feilgeboten. Und nat\u00fcrlich war die Stadt tags\u00fcber f\u00fcr den Autoverkehr gesperrt. Lisa und Friedhelm waren an diesem Tag extrem fr\u00fch in Erfoud aufgebrochen, um nach Norden durchzukommen, ehe die schwer bewachten Sperren an den Stadttoren errichtet wurden.<br \/>\n&#8222;Du musst hier beim Bully bleiben&#8220;, sagte Friedhelm pragmatisch und wischte sich die verschmierten H\u00e4nde an einem \u00f6ligen Lappen ab.&#8220; Ich versuche, ein Auto anzuhalten und in die Stadt zu trampen, um Hilfe zu holen.&#8220;<br \/>\n&#8222;K\u00f6nnen wir nicht beide trampen?&#8220; Der Gedanke, allein zur\u00fcckzubleiben, behagte ihr nach den Erfahrungen der letzten 14 Tage gar nicht. Diese aufdringlichen M\u00e4nner mit ihren fordernden Blicken und eindeutigen Bemerkungen, die nur davon abzuhalten waren sie anzufassen, wenn ein m\u00e4nnlicher Begleiter an ihrer Seite ging. Und nun wollte Friedhelm sie allein zur\u00fcck lassen, sie diesen M\u00e4nnern ausliefern, die in einem Land voller dunkelhaariger wundersch\u00f6ner Frauen lebten und doch offensichtlich geil waren auf eine junge Blonde aus dem Norden.<br \/>\nFriedhelm sch\u00fcttelte entschieden den Kopf. &#8222;Bist du verr\u00fcckt? Den Wagen allein lassen? Dann ist er leerger\u00e4umt, wenn wir zur\u00fcckkommen.&#8220; Okay, da hatte er wahrscheinlich Recht. Aber w\u00e4re das nicht immer noch besser als das Risiko einzugehen, dass seine Freundin am Stra\u00dfenrand vergewaltigt w\u00fcrde?<br \/>\n&#8222;Nun werd mal nicht panisch&#8220;, sagte Friedhelm und sprang aus dem Wagen, weil sich oben vom Pass her langsam ein rotes Auto n\u00e4herte.<br \/>\nVon wegen panisch, dachte sie. Wer hatte denn in Erfoud mehr Angst, ich oder du? Mit Schaudern dachte sie an die vorletzte Nacht in der dunklen Garage, in die man den kaputten VW-Bus geschoben hatte. Am n\u00e4chsten Tag sollte er repariert werden, der Mechaniker wollte Ersatzteile vom Schrottplatz besorgen. Nat\u00fcrlich war Friedhelm zu geizig gewesen, in das kleine Hotel am Ort zu ziehen, behauptete, sie m\u00fcssten den Wagen bewachen. Sie hatten einen dicken Holzklotz von innen gegen die Torklinke geschoben, weil das Schloss nicht funktionierte. Aber nachts waren sie durch ein knarrendes Ger\u00e4usch geweckt worden. Sie hatte Friedhelm wach ger\u00fcttelt und &#8222;Da ist jemand!&#8220; gefl\u00fcstert. Senkrecht hatten sie im Bett gesessen, voller Panik den schleichenden Schritten gelauscht, die sich noch steigerte, als sie bemerkten, dass der Klotz am Boden lag, das Tor einen Spalt offen stand. Friedhelm hatte vor Angst gezittert, das hatte sie genau gesp\u00fcrt. &#8222;Im Handschuhfach ist die Schreckschusspistole&#8220;, hatte sie gesagt. Aber er war unf\u00e4hig gewesen, sich zu bewegen. Sie war nach vorne gekrochen, hatte schon das Handschuhfach leise ge\u00f6ffnet, als sie merkte, dass es nur der heftige W\u00fcstenwind war, der die T\u00fcr aufgedr\u00fcckt hatte, die nun in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcber den Boden schabte.<br \/>\nSoviel zum Thema &#8222;m\u00e4nnlicher Besch\u00fctzer&#8220;. Lisa biss sich aber auf die Zunge und schweigend erwarteten sie den Wagen. Als sie winkten, hielt er knirschend an. Es war ein uralter verbeulter Renault, und ein junger, dunkel gelockter Marokkaner kurbelte die Scheiben hinunter. &#8222;Bonjour, puis- je vous aider?&#8220;, fragte er freundlich. Sein Franz\u00f6sisch war klar und fl\u00fcssig und es war klar, dass er ihnen helfen wollte. Lisa kramte ihr Schulfranz\u00f6sisch hervor. &#8222;Oui, la voiture ne marche plus.&#8220;<br \/>\nNa, dass der Bus nicht mehr f\u00e4hrt, h\u00e4tte er auch so erraten. Aber auf die Frage, ob er ihren Freund mit nach Ksar-es-Souk nehmen k\u00f6nne, sch\u00fcttelte der junge Marokkaner energisch den Kopf. Das k\u00e4me gar nicht in Frage, dass sie allein hier am Auto bliebe. Er kenne seine Landsleute. Das sei viel zu gef\u00e4hrlich. Der &#8222;mari&#8220; solle am Stra\u00dfenrand warten, er w\u00fcrde Lisa mit in die Stadt nehmen und zu einer Werkstatt bringen. Und im Auto mit ihm allein bin ich ihm v\u00f6llig ausgeliefert, schoss es ihr durch den Kopf. Die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Friedhelm schien ihre Besorgnis nicht zu teilen und forderte sie mit einer Kopfbewegung auf, das Angebot anzunehmen. Sein Bully ist ihm wichtiger als ich, dachte Lisa. Der Marokkaner schien ihre Gedanken zu erraten, l\u00e4chelte ihr beruhigend zu, stieg aus, kam auf die Beifahrerseite und \u00f6ffnete ihr die Autot\u00fcr. &#8222;S&#8216; il vous plait.&#8220; sagte er h\u00f6flich, schloss die T\u00fcr, setzte sich ans Steuer und startete den Motor. &#8222;Hassan&#8220; sagt er. &#8222;Je m&#8217;appelle Hassan.&#8220;\u00a0 &#8222;Lisa&#8220;, sagt sie und nahm dankbar eine von ihm angebotene Zigarette. Friedhelm hasste es, wenn sie rauchte. Zuhause paffte sie manchmal heimlich, aber immer mit schlechtem Gewissen und mit der Angst, dass Friedhelm ihr wieder einen Vortrag \u00fcber die Sch\u00e4dlichkeit des Rauchens halten w\u00fcrde. Er hatte ja mal wieder so Recht. Lisa inhalierte gierig den ersten Zug, ihr wurde angenehm schwindelig. Sie schaute in den R\u00fcckspiegel, sah Freund und Bus immer kleiner werden, dann ganz verschwinden.<br \/>\nAm Stadtrand von Ksar-es-Souk wurden sie gestoppt. Der Fahrer wechselte ein paar arabische Worte mit den Soldaten, wurde bedrohlich angebr\u00fcllt. Wortlos wendete Hassan den Wagen, fuhr ein St\u00fcck zur\u00fcck und bog pl\u00f6tzlich in einen einsamen staubigen Feldweg ein. Rechts und links nur vertrocknete Weiden und braune B\u00fcsche, total menschenleer. Ihr Herz begann schneller zu schlagen. Was hatte er vor? Hier h\u00e4tte sie keine Chance. Hassan schien ihre Angst zu sp\u00fcren, legte einen kurzen Augenblick seine Fingerspitzen beruhigend auf ihren Oberschenkel, zog aber die Hand zur\u00fcck, als er sah, wie sie sich verkrampfte. Er l\u00e4chelte sie an, erz\u00e4hlte ihr, dass er in Frankreich als Kellner arbeitete, um sein Ingenieurstudium zu finanzieren. Sollte sie ihm glauben?<br \/>\nEndlich tauchten ein paar H\u00e4user auf, armselig und grau. Magere r\u00e4udige Hunde schlichen \u00fcber die sandige Stra\u00dfe, suchten nach Futter, kl\u00e4fften den Wagen an. Hassan hielt vor einer der H\u00fctten H\u00e4user, bat sie, auf ihn zu warten, ging hinein, kam nach kurzer Zeit wieder heraus und sch\u00fcttelte bedauernd den Kopf. Nichts zu machen, die Werkst\u00e4tten seien alle geschlossen. Alle warteten auf den K\u00f6nig. Er versuchte es noch ein paar Mal, aber ohne Erfolg. An diesem Tag arbeitete niemand. Dieses gro\u00dfe Ereignis wollte sich wohl keiner entgehen lassen, da verzichtete auch ein Automechaniker auf einen Nebenverdienst. &#8222;Ils sont fous!&#8220;, sagte Hassan und sie blickte in sein versteinertes Gesicht. Was spielte sich hinter seiner Stirn ab? Lisa h\u00e4tte ihn gerne nach seiner Meinung \u00fcber das Regime gefragt und nach der offensichtlichen Popularit\u00e4t des K\u00f6nigs, traute sich aber nicht. Schweigend fuhren sie \u00fcber Schleichwege zur\u00fcck zur Hauptstra\u00dfe. W\u00fcrden die Soldaten schie\u00dfen, wenn sie sahen, dass jemand versuchte, die Stra\u00dfensperren zu umgehen?<br \/>\nNach einer halben Stunde trafen sie wieder auf die gro\u00dfe Verbindungsstra\u00dfe nach Meknes, fuhren zur\u00fcck zu der Stelle, an der Hassan sie aufgelesen hatte und glaubten, ihren Augen nicht zu trauen, denn weit und breit war kein VW-Bus zu sehen. War Friedhelm entf\u00fchrt worden? Hatte man den Bully gestohlen und Friedhelm irgendwo im Geb\u00fcsch liegen lassen?<br \/>\nUnd noch heute &#8211; so viele Jahre sp\u00e4ter &#8211; muss sie l\u00e4cheln, wenn sie daran denkt, wie die Begegnung mit Hassan ihr Leben ver\u00e4ndert hat. Denn, wie sich herausstellte, hatte Friedhelm die Gangschaltung notd\u00fcrftig reparieren k\u00f6nnen, und als der Gang erst einmal eingerastet war, hatte er nicht mehr angehalten aus Angst, der Gang k\u00f6nne wieder herausspringen. Er war bis Meknes durchgefahren, um eine Werkstatt zu finden, die ein neues Getriebe einbauen konnte. &#8222;Ich wusste doch, dass du es schaffst nachzukommen&#8220;, hatte er lakonisch gesagt, als sie ihm bittere Vorw\u00fcrfe machte.<br \/>\nEs war Hassan, der sich um sie gek\u00fcmmert hatte, als sie weinend und verzweifelt in seinem Auto sa\u00df. Es war Hassan, mit dem sie dann nach Frankreich ging und mit dem sie heute zusammenlebt. Nat\u00fcrlich war die Anfangszeit kein Zuckerschlecken gewesen. Sie hatten beide hart arbeiten m\u00fcssen, damit Hassan sein Studium beenden und sie ihr Dolmetscherdiplom f\u00fcr Franz\u00f6sisch und Arabisch ablegen konnte. Sie hatten viel gestritten in der Zeit, als die beiden Kinder kamen und sie ihren Beruf nicht aufgeben wollte. Und Schweinefleisch hat sie ganz aus dem Speiseplan gestrichen, weil Hassan sich so sehr davor ekelt. Aber nie h\u00e4tte sie gedacht, wie sehr sie sich heute auf den j\u00e4hrlichen Urlaub in Marokko freut.\u00a0 Auch Hassans Familie und seine Freunde hat sie sch\u00e4tzen und lieben gelernt. Und dass ihre konservativen Eltern aus dem kleinen schw\u00e4bischen Dorf zum wiederholten\u00a0 Mal darauf bestehen, mitzufahren nach Marokko, freut Lisa besonders. Ihre Mutter hat sogar angefangen, Arabisch zu lernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Nein, nicht schon wieder&#8220;, die junge Frau schaute Friedhelm stirnrunzelnd an, der fluchend mit dem Schaltkn\u00fcppel in der Schaltkulisse herumr\u00fchrte. Kein Widerstand, der Gang lie\u00df sich nicht einlegen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erzahlungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2105,"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108\/revisions\/2105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/anne-achner.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}